Auch im heurigen Sommer: Sicher unterwegs auf Tirols Mountainbike-Routen

Angebote und Services des Landes für sicheres Mountainbiken in Tirol

  • Digitalisierung trifft Mountainbiken: Rad-App Tirol und radrouting.tirol
  • Tirolweit einheitliches Leitsystem: Beschilderung mit QR-Codes, Schwierigkeitsklassen und Verhaltensregeln 
  • Seit zwölf Jahren: Erfolgsrezept „Bergwelt Tirol – Miteinander erleben“ für BesucherInnenlenkung 
  • Tiroler Mountainbike-Modell schafft seit 1998 sichere Möglichkeiten für passionierte RadfahrerInnen

7.200 Kilometer Mountainbike-Routen und 400 Kilometer Singletrails: Das Land Tirol fördert und forciert seit vielen Jahren ein sicheres und breites Mountainbike-Netz in Tirol, das von respektvollem Miteinander geprägt ist. Zentral ist dabei das Programm „Bergwelt Tirol – Miteinander erleben“, das bereits im Jahr 2014 von der Tiroler Landesregierung ins Leben gerufen wurde. „Die Zahl der Menschen, die Erholung in der Natur suchen, ist stark gestiegen. Unser Ziel war und ist ein konfliktfreies Miteinander am Berg, das die Interessen von Erholungssuchenden, Natur und Wild sowie Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern gleichermaßen berücksichtigt“, betonen LHStv Philip Wohlgemuth und LHStv Josef Geisler. So profitieren neben Wandernden und KletterInnen auch MountainbikerInnen und Singletrail-FahrerInnen vom Programm „Bergwelt Tirol“. Sie werden dabei nicht nur mittels einem tirolweit einheitlichen Leitsystem navigiert – der Radsport wurde auch digital: Mittels QR-Codes an Ausgangsschildern gelangen Interessierte direkt zu Routeninfos und das eigens vom Land entwickelte Radrouting mit dazugehöriger kostenloser Rad-App weist offizielle Mountainbike-Routen in Tirol mit wenigen Klicks aus. Auch in diesem Sommer nutzen LHStv Wohlgemuth und LHStv Geisler die laufende Saison, um MountainbikerInnen und Singletrail-Begeisterte auf die bestehenden Angebote aufmerksam zu machen. 

www.bergwelt-miteinander.at – Information im Vorfeld und vor Ort

Von den Maßnahmen des Programms „Bergwelt Tirol“ profitieren Radsportbegeisterte direkt in der Praxis:

  • Beschilderung: Die tirolweit einheitliche Mountainbike-Strecken-Beschilderung ist Teil eines integrativen Leitsystems. Über QR-Codes an den Ausgangsschildern gelangt man zu Infos zur Route.
  • Schwierigkeitsklassen: Sie liefern wertvolle Informationen zu Gefälle, Steigung, notwendiger Ausrüstung oder notwendiger Fahrtechnik. Die Einteilung erfolgt sowohl für MTB-Routen als auch für Singletrails nach Farben: (grün = sehr leicht: nur für Trails), blau = leicht, rot = mittelschwierig und schwarz = schwierig.
  • Verhaltensregeln: Der „Ehrenkodex“ fördert ein gutes Miteinander – ob Mountainbike-Route oder Singletrail
  • Offene Daten: Das gesamte Routennetz wird Softwareanbietern kostenlos zur Verfügung gestellt

„Ob Feierabendrunde, Wochenendausflug oder Urlaub – Tirol verfügt über das größte Angebot an offiziell freigegebenen Mountainbike-Strecken Österreichs. Das unterstreicht einmal mehr Tirols Rolle als Sportland Nummer eins. Wichtig ist es, sich mit Beschilderung, Schwierigkeitsklassen und Routeninformationen bereits im Vorfeld zu befassen, um das Risiko für mögliche Unfälle oder schwierige Situationen im Gelände bestmöglich zu verringern“, betont Sportreferent LHStv Wohlgemuth.

Direkter Informationsfluss aus dem Gelände in die App

Ein weiterer, essentieller Baustein des MTB-Modells ist die Radapp Tirol (kostenlos via App Store und Google Play downloadbar), die neben Infos zu Wegsperren auch noch Daten wie Bodenbeläge, Höhenprofile, Bilder, Tourbeschreibungen, etc. liefert. Informationen von Forstsperren erscheinen auch automatisiert in der Web-Anwendung radrouting.tirol und Routen lassen sich dadurch noch besser planen. 

„Mit radrouting.tirol und der Radapp Tirol stehen zwei digitale Angebote zur Verfügung, die auch dazu beitragen, dass sich die Wege von Radfahrenden und Forstarbeitenden möglichst nicht kreuzen. Werden forstliche Sperren missachtet, kann das zu schweren Unfällen führen. Die Informationen der digitalen Angebote helfen daher, die Sicherheit für alle Beteiligten deutlich zu erhöhen“, betont Forstreferent LHStv Geisler. 

Tiroler Mountainbike-Modell als Erfolgsrezept

Alle Maßnahmen des Landes rund um Mountainbiken und Singletrail-Fahren fußen auf dem bereits Ende der 1990er-Jahre entwickelten Tiroler Mountainbike-Modell. Es schaffte klare rechtliche Rahmenbedingungen und bietet WegehalterInnen Rechtssicherheit sowie Versicherungsschutz. Dadurch konnten in Tirol österreichweit einzigartige Möglichkeiten für den Mountainbikesport geschaffen werden. Gleichzeitig trägt das Modell dazu bei, Konflikte mit der Forstwirtschaft zu vermeiden und die Sicherheit bei forstlichen Arbeiten zu erhöhen. 

Programmpartner von „Bergwelt Tirol – Miteinander Erleben“ sind unter der Federführung des Landes Tirol der Alpenverein, die Landwirtschafts- und die Wirtschaftskammer, der Jägerverband, die Tirol Werbung und die Bergrettung sowie weitere lokale Partner.

Mehr Informationen zum Mountainbike-Modell finden sich unter www.bergwelt-miteinander.at/mountainbike.