- Gesamtprojektvolumen von über 3,1 Millionen Euro
- Projekte aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Machine Learning, Cloud-Technologien, Big Data und Data Analytics sowie Daten und Datenökosysteme
- Geförderte Projekte werden über Landesinitiative digital.tirol begleitet und vernetzt
Digitale Schlüsseltechnologien nicht nur anwenden, sondern selbstbestimmt über Daten, Systeme und Technologien verfügen: Acht innovative Tiroler Projekte zeigen, wie Unternehmen ihre digitale Zukunft aktiv gestalten können. Sie beschäftigen sich mit zentralen Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz und Machine Learning, Cloud-Technologien, Big Data und Data Analytics sowie Daten und Datenökosystemen und zeigen konkrete Wege auf, wie digitale Abhängigkeiten reduziert und die technologische Eigenständigkeit gestärkt werden können. Bei ihren Vorhaben werden sie seitens des Landes im Zuge der Förderaktion „Leuchtturmprojekte im Bereich Digitalisierung mit Bezug auf digitale Souveränität“ mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro unterstützt. Dadurch wird ein Gesamtprojektvolumen von über 3,1 Millionen Euro erreicht.
„Digitale Souveränität wird künftig entscheidend dafür sein, wie unabhängig, widerstandsfähig und wettbewerbsfähig ein Wirtschaftsstandort ist. Mit der Förderaktion unterstützen wir gezielt jene Vorhaben, die neue Wege gehen und zeigen, wie digitale Technologien selbstbestimmt eingesetzt werden können. Digitale Souveränität bedeutet dabei, dass Unternehmen und Organisationen ihre digitalen Systeme, Daten und Technologien selbstbestimmt steuern können – ohne in Abhängigkeit von einzelnen Anbietern oder Plattformen zu geraten. Nicht zuletzt können die Projekte als Vorbilder für viele weitere Betriebe in Tirol und darüber hinaus dienen“, betont Wirtschafts- und Digitalisierungslandesrat Mario Gerber.
Förderbeispiel „JU|DY – Tirol“
Ein Beispiel für die geförderten Vorhaben ist das Kooperationsprojekt „JU|DY – Tirol“ der Unternehmen Arvellon Group GmbH, Consus die Wirtschaftslotsen GmbH und koa.one gmbH. Entwickelt wird eine lokal betriebene KI-Infrastruktur, die verschiedene spezialisierte KI-Anwendungen in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung verbindet – von der Text- und Dokumentenerstellung über Bildgenerierung und -bearbeitung bis hin zur Sprachtranskription mit Spracherkennung. Die Technologie wird unter realen Bedingungen in unterschiedlichen Branchen getestet und für den praktischen Einsatz weiterentwickelt. So soll eine schlüsselfertige Lösung entstehen, die Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Daten und KI-Anwendungen ermöglicht.
Begleitung und Sichtbarkeit für geförderte Projekte
Die Landesinitiative digital.tirol begleitet die geförderten Leuchtturmprojekte und macht ihre Ergebnisse sichtbar. Die Projektträger profitieren außerdem vom Netzwerk rund um digitale Souveränität – etwa durch regelmäßige Austausch-Foren, Webinare und Best-Practice-Workshops. So können Erfahrungen und Lösungen aus den Projekten auch anderen Unternehmen und Organisationen in Tirol zugutekommen.
„Die geförderten Projekte zeigen, wie vielfältig digitale Souveränität ist. Sie reicht vom sicheren und selbstbestimmten Umgang mit Daten über Künstliche Intelligenz bis hin zu technologischer Unabhängigkeit und der Frage, wie Unternehmen ihre digitale Zukunft selbst gestalten können. Diese Vielfalt liefert wichtige Impulse für den gesamten Wirtschaftsstandort“, erklärt Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol. Grundlage der Förderaktion ist eine Studie zur digitalen Souveränität der Tiroler Wirtschaft, die die Standortagentur Tirol bei der Brimatech Services GmbH in Auftrag gegeben hat. Diese steht auf der Website von digital.tirol zur Verfügung.
