- „Völser Modell“ verbindet mobile, teilstationäre und stationäre Pflege unter einem Dach
- Praxisnahe Ausbildung und flexible Versorgungsangebote im Fokus
Ein persönliches Bild von der vielseitigen und zugleich anspruchsvollen Arbeit in der Pflege machte sich kürzlich LRin Cornelia Hagele beim Besuch der Gesundheitsdienste Völs. Sie begleitete das Team während dem Dienst und gewann dabei neue Einblicke aus erster Hand in die stationäre und mobile Pflege, die Betreuung älterer Menschen und den praktischen Unterricht künftiger Pflegefachkräfte. Neben dem Austausch mit MitarbeiterInnen, Auszubildenden und BewohnerInnen stand die Frage im Mittelpunkt, wie wohnortnahe und zukunftsfähige Pflegemodelle langfristig gesichert werden können.
„Bei meinem Dienst in der Tagespflege und dem Betreuten Wohnen habe ich mich vom Einsatz der Gesundheitsdienste Völs einmal mehr überzeugen können. Was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier und in allen diesen Einrichtungen leisten, ist herausragend: Sie begleiten Menschen, die sich oft in herausfordernden Lebenssituationen befinden, mit großer Empathie und hohem pflegerischen Können. Ich danke den Pflegekräften und allen Mitarbeitenden sowie Freiwilligen für ihr Engagement“, erklärte Pflegelandesrätin Hagele bei ihrem Lokalaugenschein.
Das „Völser Modell“: Viele Angebote aus einer Hand
Die Gesundheitsdienste Völs vereinen unterschiedliche Pflege- und Betreuungsangebote unter einem Dach: Neben mobiler Pflege und Haushaltshilfe stehen auch 64 Langzeit- und Kurzzeitpflegeplätze, 48 Plätze im Betreuten Wohnen und sechs Plätze in der Tagespflege zur Verfügung – je nach Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen. Grundsatz des „Völser Modells“ ist es, älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und gleichzeitig pflegende Angehörige im Alltag zu entlasten. Das Pflegeheim der Gesundheitsdienste Völs wurde 1993 in Betrieb genommen und zuletzt 2018 umfassend saniert. Geschäftsleiter des Pflegeheims der Gesundheitsdienste Völs ist Mischa Todeschini, Heimträger ist die Marktgemeinde Völs.
„Regionale Versorgungsmodelle wie hier in Völs leben vor, wie moderne Pflege funktionieren kann: Sie muss flexibel sowie wohnortnah sein und sich an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten. Genau diesen Ansatz verfolgt die Tiroler Landesregierung auch mit der ‚Vision 2033‘ im Bereich der Pflege“, betont LRin Hagele. Geplant sind bis 2033 rund 2.100 neue Pflegeplätze in Tirol. Dabei stehen neben dem Ausbau von stationären Einrichtungen vor allem auch bedarfsgerechte Angebote wie Tagespflege oder Betreutes Wohnen im Mittelpunkt.
Gemeinsame Praxiseinheiten mit dem Ausbildungszentrum West
Ein weiterer Schwerpunkt galt der praktischen Ausbildung neuer Pflegefachkräfte. Gemeinsam mit dem Ausbildungszentrum West bieten die Gesundheitsdienste Völs Teile der Pflegefachassistenzausbildung direkt am Standort an. Die Auszubildenden lernten beim Besuch von LRin Hagele gerade den Berufsalltag in der Praxis kennen und sammelten Erfahrungen im direkten Kontakt mit BewohnerInnen und den Pflegeteams in Völs.
„Die Herausforderungen in der Pflege werden in den kommenden Jahren weiter wachsen. Umso wichtiger ist es, dass wir in die Ausbildung, gute Arbeitsbedingungen und flexible Versorgungsmodelle investieren. Die Gesundheitsdienste Völs gehen hier als positives Beispiel voran“, zeigte sich die Landesrätin erfreut.
Tirol verzeichnet mit aktuell 2.600 Auszubildenden im Pflegebereich einen neuen Höchststand. Auch die Pflegelehre wird weiterhin gut angenommen: Derzeit absolvieren 126 Lehrlinge ihre Pflegelehre in 41 Lehrbetrieben – der österreichweit höchste Wert.


