- AT-Alert zweimal erfolgreich versendet
In Tirol wurde es heute laut – denn am jährlichen österreichweiten Zivilschutztag wurde die Funktionsfähigkeit aller 1.025 Sirenen mit vier unterschiedlichen Signalabgaben überprüft. Zusätzlich wurde das österreichweite Bevölkerungswarnsystem AT-Alert zweimal getestet. Die Bilanz ist sehr positiv: 99,7 Prozent und damit 1.022 Tiroler Sirenen funktionierten. Schadhafte Geräte werden umgehend repariert. Auch die Auslösung des AT-Alert – einmal durch das Bundesministerium für Inneres, einmal durch das Landes- Warn- und Lagezentrum – funktionierte.
„Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung schnell über eine mögliche Bedrohung zu informieren. Daher müssen unsere Warnsysteme allzeit funktionieren – regelmäßige Tests sind unerlässlich. Der heurige Sirenentest hat einmal mehr gezeigt, dass unsere Sirenen in Tirol funktionieren. Gleichzeitig hat auch die Auslösung von AT-Alert einwandfrei funktioniert. Wir sind also weiterhin für den Ernstfall gerüstet“, erklärt Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler und führt zudem aus: „Der Zivilschutztag dient nicht nur dem Test der Warnsysteme – er soll auch das Bewusstsein für den Zivilschutz in der Bevölkerung erhöhen. Jede und jeder trägt für die eigene Sicherheit Verantwortung.“
Bedeutung der Sirenensignale
Am heutigen Zivilschutztag waren vier unterschiedliche Sirenensignale zu hören. Diese haben jeweils eine eigene Bedeutung:
- Sirenenprobe – 15 Sekunden gleichbleibender Dauerton
- Warnung – „Herannahende Gefahr!“ – dreiminütiger gleichbleibender Dauerton
- Alarm – „Gefahr!“ – einminütiger auf- und abschwellender Heulton
- Entwarnung – „Ende der Gefahr“ – einminütiger gleichbleibender Dauerton
„Wer einen Zivilschutzalarm hört oder einen AT-Alert erhält, muss die Warnung ernst nehmen und selbstständig handeln“, appelliert LHStv Geisler an die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Hört man eine Sirene oder erhält einen AT-Alert gilt: Ruhe bewahren, offizielle Informationen einholen (beispielsweise über Website und Social-Media-Kanäle des Landes Tirol) und die Anweisungen der Behörde bzw. Handlungsempfehlungen zu befolgen. Die Notrufnummern sollten für akute Notfälle freigehalten werden.
„Und auch vorsorglich kann jede und jeder einiges für die eigene Sicherheit tun: Jeder Haushalt sollte für den Ernstfall gerüstet sein und sich zumindest eine Woche selbst versorgen können“, verweist LHStv Geisler auf die empfohlene Bevorratung für den Ernstfall. Tipps zur richtigen Bevorratung für den Haushalt bietet der Bevorratungsratgeber des Landes Tirol unter www.tirol.gv.at/bevorratungsratgeber.
AT-Alert: Keine Warnung erhalten?
Mit dem österreichweiten Bevölkerungswarnsystem AT-Alert verfügen die Behörden seit Herbst 2024 über eine zusätzliche Möglichkeit, Warnungen direkt auf alle empfangsbereiten Mobiltelefone in einem Gefahrengebiet zu übermitteln.
AT-Alert wurde am heutigen Zivilschutztag als „Notfallalarm“ (höchste Warnstufe) sowie als „Gefahreninformation“ versandt. Sollte ein Mobiltelefon keinen AT-Alert empfangen haben, kann das mehrere Ursachen haben: Beispielsweise war das Gerät zum Zeitpunkt des aktiven AT-Alerts ausgeschaltet oder im Flugmodus. Es kann auch sein, dass das Mobiltelefon nicht über das aktuellste Update verfügt und die Warnung daher nicht erhalten kann. Bei Mobiltelefonen ist zudem nur die höchste Warnstufe „Notfallalarm“ automatisch aktiviert. Alle anderen Warnstufen müssen gegebenenfalls selbstständig aktiviert werden. Eventuell war dieser Empfang nicht aktiviert.
Alle Informationen zum Empfang von AT-Alert finden sich unter www.tirol.gv.at/at-alert.
Übersicht Sirenen in den Tiroler Bezirken
- Imst: 109
- Innsbruck-Land: 215
- Innsbruck-Stadt: 40
- Kitzbühel: 78
- Kufstein: 123
- Landeck: 111
- Lienz: 119
- Reutte: 99
- Schwaz: 131