Kultur und Lebensqualität im Mittelpunkt des Euregio-Museumstags 2026

Euregio-Museumstag 2026 im Teatro Sociale in Trient

  • Stärkung des Kooperationsnetzwerks und Förderung gemeinsamer Projekte 
  • Fachveranstaltung für gegenseitige Unterstützung und nachhaltige Entwicklung der drei Landesteile

Seit 2010 bringt der Euregio-Museumstag jedes Jahr Museumsfachleute der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino zusammen. Ziel ist es, das Kooperationsnetzwerk zu stärken und grenzüberschreitende Projekte zu fördern, um das kulturelle Angebot der drei Landesteile kontinuierlich zu verbessern. Heute, Freitag, fand der diesjährige Museumstag im Teatro Sociale in Trient statt. Die Ausgabe 2026 stellte ein hochaktuelles Thema in den Mittelpunkt der Debatte: den Zusammenhang zwischen kultureller Teilhabe und Wohlbefinden. In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen sind sich die Museen bewusst, dass sie ihren Beitrag zum Wohlbefinden der BürgerInnen neu definieren und neue Formen der Zusammenarbeit mit dem Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen entwickeln müssen. 

„Der gemeinsame Museumstag ist seit vielen Jahren ein Fixpunkt im kulturellen Leben der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. Er bietet den Museumsfachleuten die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen zu diskutieren und das grenzüberwindende Netzwerk der Museen zu stärken. Mit großer Freude blicke ich auf den Museumstag im vergangenen Jahr in meiner Heimatgemeinde Galtür zurück. Die Begegnungen und Gespräche dort haben einmal mehr gezeigt, wie lebendig die Zusammenarbeit der Museen in unserer Euregio ist. Sie ermöglicht es, Wissen und Erfahrungen über Landesgrenzen hinweg zu teilen und eröffnet neue Perspektiven für die Museumsarbeit“, betont Euregio-Präsident LH Anton Mattle. 

Wichtige Impulse dazu gaben beim Museumstag zwei Expertinnen mit langjähriger Erfahrung: Rarita Zbranca von Culture Action Europe, die die Rolle der Museen im Wandel hin zum Wohlbefinden untersuchte, und Annalisa Cicerchia vom Cultural Welfare Centre, die konkrete Planungsinstrumente für Museen vorstellte, um zur Gesundheit und zum Wohlbefinden von BesucherInnen beizutragen. 

Bereits am Vortag fand in der Casa Moggioli, dem Euregio-Büro in Trient, ein Workshop in Vorbereitung auf das kommende Euregio-Museumsjahr 2029 statt. Der nächste Euregio-Museumstag wird nach dem Rotationsprinzip 2027 in Südtirol veranstaltet.

Stimmen zum Euregio-Museumstag

Statement Euregio-Präsident LH Anton Mattle:

„Museen vermitteln Wissen und bewahren unser kulturelles Erbe. Sie sind wichtige Bildungsorte, aber sie sind weit mehr als das: Sie sind Orte der Begegnung, des Austauschs und der Teilhabe; sie schaffen Räume für Dialog und gemeinsames Erleben. Diese wichtige Funktion der Museen als Ort des Wohlbefindens und des sozialen Zusammenhalts rückt der heutige Museumstag in den Fokus“. 

Statement LRin Francesca Gerosa, Trentino:

 „Museen spielen heute eine grundlegende kulturelle und soziale Rolle, die diesen Institutionen Verantwortung auferlegt, ihnen aber auch große Chancen für Wachstum und Innovation bietet. Internationale Forschungsergebnisse und Fachliteratur belegen mittlerweile, wie wirksam Kulturvermittlung auf die Lebensqualität der Menschen und den territorialen Zusammenhalt wirkt. Dies ist das Leitprinzip des Konzepts des kulturellen Wohlfahrtswesens, und unser Ziel ist es gerade, die Verbindung zwischen Kultur, Gesellschaft, Bildung und Wohlbefinden zu stärken, indem wir neue Wege der Gestaltung und Teilhabe erproben. Der Euregio-Museumstag stellt eine wertvolle Gelegenheit dar, Erfahrungen auszutauschen, Kompetenzen zu vernetzen und gemeinsam Antworten auf die Bedürfnisse unserer Gemeinschaften zu erarbeiten.“

Statement Kultur- und Bildungslandesrat Philipp Achammer, Südtirol:

„Wenn wir Museen als Orte des Wohlbefindens begreifen, müssen wir vor allem die junge Generation mitdenken. Die Verknüpfung von Kultur und Bildung ist kein Beiwerk, sondern der Schlüssel, um junge Menschen früh für unser kulturelles Erbe zu begeistern und Räume für echte Teilhabe zu öffnen.“