- Highlight: So entsteht eine Graphic Novel – Live-Performance des Tirol Künstlers Alwin Hecher
- Sonderausstellung zu Leokadia Justman nur noch bis 26. Oktober im Landhaus zu sehen
- Informationen zur Aktionsnacht auf der Website der „ORF-Lange Nacht der Museen“
- Weitere Infos zur Ausstellung im Landhaus und dem Veranstaltungskalender zu „Tirol erinnert“ unter tirol.gv.at/erinnern
In einem Monat ist es so weit: Museen in ganz Österreich öffnen bei der „ORF-Lange Nacht der Museen“ am 3. Oktober ihre Türen für BesucherInnen – darunter auch das Innsbrucker Landhaus mit der Ausstellung zu Leokadia Justman. Das Leben der polnischen Holocaust-Überlebenden und ihre Flucht in Tirol stehen im Mittelpunkt der multimedialen Ausstellung. Ergänzt wird die „Lange Nacht“ im Landhaus von KuratorInnenführungen, einem pädagogisch begleiteten Kinderprogramm und einer Live-Performance des jungen Tiroler Künstlers Alwin Hecher.
„Leokadias Geschichte geht unter die Haut. Ich lade alle Tirolerinnen und Tiroler ein, die Ausstellung im Landhaus zu besuchen und einen persönlichen Zugang zu diesem besonderen Stück Zeitgeschichte zu finden“, erklärt Landeshauptmann Anton Mattle, der auf die Bedeutung solcher Erinnerungsschwerpunkte aufmerksam macht: „Das Landhaus war einst die Schaltstelle des NS-Terrors – und ist heute ein Ort der Aufklärung und der liberalen Demokratie. Ich bin überzeugt, dass es Initiativen wie die Ausstellung zu Leokadia Justman für eine lebendige Erinnerungskultur braucht. Noch bis 26. Oktober können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung in ihrer jetzigen Form sehen.“
Live-Performance und spannende Führungen
Die österreichweite „ORF-Lange Nacht der Museen“, an der allein in Tirol mehr als 50 Häuser teilnehmen, findet am Samstag, 3. Oktober, von 18 bis 24 Uhr statt. Für einen Besuch in den mitwirkenden Museen benötigt es ein spezielles Ticket – der Besuch der Landhaus-Ausstellung ist jedoch weiterhin kostenlos möglich. Am Programm stehen Führungen mit den KuratorInnen zur Sonderausstellung „Leokadia Justman. Brechen wir aus!“ und der Rahmenausstellung „Vom Gauhaus zum Landhaus. Ein Tiroler NS-Bau und seine Geschichte“. Höhepunkt des Programms der „Langen Nacht“ ist die Live-Performance von Alwin Hecher, dem Illustrator der Graphic Novel „Lodzia & Marysia“, zwischen 19 und 22 Uhr. Den BesucherInnen gewährt Hecher exklusive Einblicke in seinen Zeichenprozess und erklärt, welche Überlegungen der Bildsprache seines Comicromans vorausgegangen sind. Für ein junges Publikum bietet das Buch einen altersgerechten Einstieg in das Schicksal Leokadias und ihrer Freundin Marysia Fuchs.
Sensibler Umgang mit der Vergangenheit – auch für die Jüngsten
Landesamtsdirektor Herbert Forster zeigt sich erfreut über die neuerliche Teilnahme an der Aktionsnacht und lädt zum Besuch in den Ausstellungsräumen ein: „Zum dritten Mal bereits ist das Tiroler Landhaus Teil der ‚ORF-Lange Nacht der Museen‘. Die mutige Stimme Leokadia Justmans soll im Mittelpunkt stehen, zugleich lenken wir den Blick auf die Vergangenheit des Landhauses. Für alle Interessierten haben wir ein ansprechendes Programm zusammengestellt, das sich heuer vor allem an Kinder und Jugendliche richtet.“
Für junge Gäste wird während des Ausstellungsrundgangs der Eltern von 18 bis 21 Uhr ein eigenes Kinderprogramm angeboten. Ältere Kinder und Jugendliche können an altersgerechten Führungen teilnehmen.
Bis 26. Oktober: Sonderausstellung „Leokadia Justman. Brechen wir aus!“
Die Ausstellung „Leokadia Justman. Brechen wir aus! Als polnische Jüdin auf der Flucht in Tirol“ ergänzt als Sonderpräsentation die Rahmenausstellung „Vom Gauhaus zum Landhaus. Ein Tiroler NS-Bau und seine Geschichte“ und ist von Montag bis Freitag (9 bis 17 Uhr) im Landhaus 1 zu sehen. Die selbstverfassten Gedichte von Leokadia Justman können jeweils freitags (12 bis 17 Uhr) ebenfalls im Landhaus 1 (Festsaal) besichtigt werden (Ausnahmen: 18. September, 13. November, 20. November 2026).
Das Projekt ist eine Kooperation des Landes Tirol mit der Universität Innsbruck und dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, der Pädagogischen Hochschule Tirol, dem Archiv für Bau.Kunst.Geschichte, dem Programm ERINNERN:AT des OeAD (Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung) zum Lehren und Lernen über Nationalsozialismus und Holocaust sowie dem Verein Wissenschaft und Verantwortlichkeit. Alle Veranstaltungen zum Thema „Tirol erinnert“ sind unter tirol.gv.at/erinnern zu finden – dort steht auch der virtuelle 360°-Rundgang der Ausstellung „Vom Gauhaus zum Landhaus“ zur Verfügung.



