• 22.10.2026, 19:00
  • Ort: Großer Saal, Landhaus 1 (Erdgeschoss)

„Aktion Reinhardt“

Österreichische Massenmörder in Polen und jüdische Flüchtlinge in Tirol

Mehr als 1,5 Millionen jüdische Kinder, Frauen und Männer wurden im Zuge der „Aktion Reinhardt“ in den Vernichtungslagern Bełżec, Sobibór und Treblinka ermordet. Österreicher wie Odilo Globocnik, Irmfried Eberl und Franz Stangl waren an der sogenannten „Aktion Reinhardt“ in leitenden Positionen beteiligt. Einigen wenigen Überlebenden der ersten Massenmordwelle von 1942 – wie Leokadia Justman und Józef Wiśnicki – gelang es, mit falschen Identitäten als ‚Volkspolen‘ nach Tirol und Vorarlberg zu entkommen. Zum Abschluss des zweijährigen Programms zu Leokadia Justmans Überlebensgeschichte erzählt Johannes Sachslehner, der eine Biographie über den Leiter der „Aktion Reinhardt“ Odilo Globocnik geschrieben hat, warum gerade Österreicher beim Massenmord in Polen so prominent vertreten waren. Hinsichtlich der jüdischen Flüchtlinge der „Aktion Reinhardt“ in Tirol diskutieren Paul Csillag und Dominik Markl – anlässlich des neu erschienenen Konferenzbandes „Leokadia Justman. Überleben und Erinnerung interdisziplinär analysiert“ – mit AutorInnen, zu welchen neuen Erkenntnissen die Erinnerungen von Justman und Wiśnicki geführt haben. 

Anmeldung bis zum 20. Oktober 2026 unter folgendem Link: tirol.gv.at/ÖsterreicheralsMassenmörder