Mit dem Start des Schuljahres 2026/27 drücken rund 242.000 SchülerInnen in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino wieder die Schulbank. Auch die Euregio selbst lässt sich erkunden: Didaktische Angebote, Wettbewerbe, Schulpartnerschaften und eine interaktive Ausstellung in Innsbruck eröffnen vielfältige Möglichkeiten, die gemeinsame Geschichte, Kultur und Sprachenvielfalt zu entdecken und grenzübergreifende Zusammenarbeit zu erleben. Im vergangenen Schuljahr wurden rund 3.100 Kinder und Jugendliche erreicht.
„Die Euregio bietet im Schulbereich ein umfangreiches Programm zur Begegnung und Zusammenarbeit. Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern, dieses Angebot zu nutzen und in die sprachliche sowie kulturelle Vielfalt unserer drei Länder einzutauchen. Wenn wir die Euregio weiter im Bewusstsein der Menschen verankern wollen, müssen wir bereits bei unseren Jüngsten als Generation von morgen ansetzen. Unsere gemeinsame Geschichte und die bis heute lebendige Zusammenarbeit auf so vielen Ebenen sind von großem Wert. Es ist unsere Aufgabe – von der Politik über die Bildung bis hin zu täglichen Gesprächen – dieser Verbundenheit Ausdruck zu verleihen“, betont Euregio-Präsident LH Anton Mattle.
Wettbewerb wieder im Programm
Nach einer Überarbeitung steht der Wettbewerb „Euregio macht Schule“ erneut zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen grenzüberschreitenden Schulwettbewerb für Klassen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino. Ziel des Projekts ist es, SchülerInnen spielerisch die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino, ihre Geschichte, Kultur und Zusammenarbeit näherzubringen.
In drei Altersgruppen können sich Schulklassen aller drei Länder über die neu gestaltete Online-Lernplattform schule.euregio.info beteiligen.
Schulpartnerschaften
Schulen aus mindestens zwei Euregio-Ländern, die eine Partnerschaft eingehen, können bis zum 30. November die Auszeichnung „Euregio-Schulpartnerschaft“ beantragen. Ziel ist es, gemeinsame Projekte zu entwickeln, Sprachen zu fördern und den Austausch von SchülerInnen und Lehrpersonen über Grenzen hinweg zu stärken. Das können beispielsweise Besuche, gemeinsame Workshops, Sprachprojekte, kulturelle Aktivitäten oder digitale Kooperationen sein. Im Schuljahr 2025/26 ist die Zahl von sieben auf 17 Partnerschaften mit 35 beteiligten Schulen gestiegen. Weitere Informationen sowie die aktuellen Schulpartnerschaften finden Sie hier.
Interaktive Ausstellung
Ganzjährig können Klassen aller drei Länder die Euregio-Ausstellung im Innsbrucker Infopoint in der Wilhelm-Greil-Straße 17 mit interaktiven Führungen und Zeitreisen besuchen. Die Themen – darunter Lawinenreport, Tour of the Alps, Gletscher, Bergwerke, Religion oder Olympia – werden ab 12. Oktober 2026 um den Bereich Flusslandschaften erweitert. Die Ausstellung ist von Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Für Gruppen können auch Termine außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden.
Aufenthalte in Brüssel
Damit SchülerInnen die Institutionen der Europäischen Union kennenlernen, steht die Vertretung der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino in Brüssel Schulen bei Fragen rund um einen Besuch in Brüssel beratend zur Seite. Darüber hinaus bietet sie Führungen an, bei denen SchülerInnen Einblicke in die Arbeit der Euregio-Vertretung auf europäischer Ebene erhalten.
Auf eigene Initiative
Einige Schulen sind mit der Euregio auf besondere Weise verbunden. So bilden elf Schulen aus Tirol, Südtirol und Trentino den Euregio-Ring der land- und hauswirtschaftlichen Schulen. Die Zusammenarbeit wurde kürzlich im Rahmen eines Festakts erneuert. In Südtirol stärkt die Fachoberschule Marie Curie (FOS Meran) mit ihrem Schwerpunkt „EUregio“ das Bewusstsein für gemeinsame Wurzeln, politische Bildung, Mehrsprachigkeit und Kooperation.
