Startschuss für neue Innbrücke in Wiesing: Vorarbeiten laufen

Die Erneuerung der Autobahn-Anschlussstelle Wiesing mit dem Kernstück der neuen Wiesinger Innbrücke nimmt Fahrt auf.

Mit den Vorarbeiten für die neue Brücke haben nun die ersten Arbeiten begonnen. Im Mittelpunkt steht die Errichtung der Baustraßen, die später speziell für die Errichtung der Brückenfundamente im Uferbereich des Inns benötigt werden. „Nach intensiver Planung geht es jetzt auch draußen vor Ort los. Die Baustraßen sind eine wichtige Voraussetzung für die Errichtung der neuen Innbrücke. Diese wird gemeinsam mit einem zusätzlichen Kreisverkehr für mehr Sicherheit, einen besseren Verkehrsfluss und weniger Stau- und Wartezeiten im Zillertal beim talauswärts fahrenden Verkehr führen. Nach dem Abschluss der Sanierung des Brettfalltunnels ist das ein weiterer wichtiger Meilenstein“, betont Straßenbaureferent LHStv Josef Geisler. 

Die vorbereitenden Maßnahmen sollen vor Weihnachten abgeschlossen sein. Der Start der Hauptarbeiten für die neue Innbrücke ist im Frühjahr 2027 vorgesehen. Verkehrsbehinderungen sind weder im Zuge der vorbereitenden Maßnahmen noch während der Hauptbauarbeiten zu erwarten. Der Verkehr wird wie bisher über die bereits bestehende Brücke geführt. 

Baustraßen als Voraussetzung für den Brückenbau

Damit die neue Innbrücke errichtet werden kann, müssen zunächst Zufahrtswege für Baustellenlogistik wie etwa Baustellenfahrzeuge und Baumaschinen geschaffen werden. Dafür sind im Nordwesten und Nordosten des Baufeldes zwei Baustraßen mit einer Gesamtlänge von rund 1.600 Metern erforderlich. Sie ermöglichen es, die vorgesehenen Standorte der Brückenpfeiler im Nahbereich des Inns zu erreichen und die notwendigen Bauarbeiten durchzuführen.

Die ersten Vorarbeiten haben bereits im Oktober begonnen und dauern voraussichtlich rund drei Monate. Ein Teil der Arbeiten findet in unmittelbarer Nähe zur ÖBB-Bahnstrecke statt. Das erfordert eine entsprechende Abstimmung und Rücksichtnahme auf den Bahnbetrieb. Zudem muss der bestehende Radweg im Nordwesten auf einer Länge von rund 300 Metern vorübergehend verlegt werden.

Temporäre Eingriffe und anschließende Wiederaufforstung

Für die Errichtung der Baustraßen sind auch vorübergehende Rodungen erforderlich. Ein Großteil der Flächen wird nach Abschluss der Bauarbeiten wieder aufgeforstet. Mit Ausnahme der Baustraße im Nordosten werden die Baustraßen nach Fertigstellung der neuen Innbrücke wieder rückgebaut. Die Bauleitung für die Vorarbeiten liegt beim Baubezirksamt Innsbruck, die Projektleitung liegt in der Landesbaudirektion.

Wichtiger Baustein für die Verkehrsentlastung im Zillertal

Die neue Innbrücke ist ein Kernelement der umfassenden Erneuerung der Autobahn-Anschlussstelle Wiesing. Gemeinsam mit einem neuen Kreisverkehr südlich der Autobahn und einer zusätzlichen Auffahrtsspur vom Zillertal auf die A 12 Richtung Kufstein soll sie künftig den Verkehrsfluss verbessern und Rückstaus reduzieren. Das Projekt wird vom Land Tirol gemeinsam mit der ASFiNAG umgesetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich nach aktuellem Planungsstand auf rund 54 Millionen Euro. „Der Umbau der Anschlussstelle Wiesing ist ein wichtiger Baustein eines umfassenden Mobilitätspakets, das auch die Elektrifizierung und Attraktivierung der Zillertalbahn sowie die Umsetzung der Umfahrung Fügen beinhaltet“, verweist LHStv Geisler auf weitere Maßnahmen.