- Land Tirol und Landes-Feuerwehrverband appellieren an Vorsicht und Eigenverantwortung
- Offenes Feuer und Rauchen im Wald vermeiden – glimmende Gegenstände keinesfalls wegwerfen
- Bei einem Brand sofort Feuerwehr über Notruf 122 verständigen
Aufgrund der geringen Niederschläge in den vergangenen Wochen und der damit verbundenen Trockenheit, die auch in den kommenden Tagen anhalten soll, besteht derzeit in Tirol eine erhöhte Gefahr von Wald- und Flurbränden. Trockene Gräser, Laub, Äste und andere Pflanzenteile können sich leicht entzünden. Bereits ein kleiner Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarette kann ausreichen, um einen Brand auszulösen. Das Land Tirol und der Landes-Feuerwehrverband Tirol appellieren daher an die Bevölkerung, beim Aufenthalt in Wald- und Wiesengebieten besonders vorsichtig und verantwortungsbewusst zu handeln.
Waldbrände können nicht nur große Flächen zerstören, sondern insbesondere in einem Gebirgsland wie Tirol langfristige Auswirkungen auf die Schutzfunktion der Wälder haben. Forstreferent LHStv Josef Geisler warnt deshalb vor den möglichen Folgen: „Unsere Wälder schützen Siedlungen, Verkehrswege und Infrastruktur vor Lawinen, Steinschlag und Muren. Wird die Vegetation durch einen Waldbrand zerstört, kann auch der Waldboden geschädigt werden oder durch Erosion verloren gehen. Bis ein betroffener Wald seine Schutzwirkung wieder vollständig erfüllen kann, können viele Jahre vergehen. Der beste Waldbrandschutz ist daher, Brände gar nicht erst entstehen zu lassen. Dazu braucht es die Aufmerksamkeit und Eigenverantwortung jeder und jedes Einzelnen.“
„Jede und jeder kann einen Beitrag für die Sicherheit aller leisten“
Auch Sicherheitslandesrätin Astrid Mair appelliert: „Die anhaltende Trockenheit hat dazu geführt, dass vielerorts bereits ein kleiner Funke einen Brand auslösen kann. Deshalb ersuche ich alle Tirolerinnen und Tiroler sowie unsere Gäste eindringlich, besonders umsichtig zu sein. Zigaretten, Zündhölzer und andere glimmende Gegenstände dürfen keinesfalls achtlos weggeworfen werden. Auch auf offenes Feuer und das Grillen im Wald oder in Waldnähe sollte derzeit unbedingt verzichtet werden. Jede und jeder kann durch verantwortungsvolles Verhalten dazu beitragen, Brände zu verhindern und damit Menschen, Einsatzkräfte und unsere Natur zu schützen.“
Bei Rauchentwicklung oder Waldbrand sofort Notruf 122 wählen
Wer einen Wald- oder Flurbrand beziehungsweise eine verdächtige Rauchentwicklung entdeckt, soll umgehend die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122 verständigen. Dabei sind möglichst genaue Angaben zum Brandort, zum Ausmaß des Feuers und zu möglichen Zufahrtswegen zu machen. Von eigenen Löschversuchen ist insbesondere bei einer raschen Brandausbreitung oder starker Rauchentwicklung abzusehen. Betroffene sollen sich in Sicherheit bringen und – sofern dies gefahrlos möglich ist – in sicherer Entfernung auf die Einsatzkräfte warten, um diese bei Bedarf einweisen zu können.
„Ein Waldbrand kann sich bei Trockenheit und Wind innerhalb kürzester Zeit ausbreiten. Für eine rasche und gezielte Hilfe ist es entscheidend, dass ein Brand frühzeitig über den Notruf gemeldet und der Standort möglichst genau beschrieben wird. Gleichzeitig gilt: Niemand soll sich bei eigenen Löschversuchen selbst in Gefahr bringen“, betont Landesfeuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter.
