Lärmschutz an Straßen

Seit Ende der 1970er Jahre werden in Tirol an der A12 Inntal Autobahn und an den hochbelasteten Landesstraßen B (vormals Bundessstraßen) Lärmschutzmaßnahmen zum Schutz der anrainenden Bevölkerung getroffen. Diese Maßnahmen umfassen Beihilfen zum Einbau von Lärmschutzfenster und die Errichtung von Lärmschutzwänden.

In den 1980er Jahren - der Hochblüte des baulichen Lärmschutzes - wurden im Jahr durchschnittlich 1,3 Mio. in baulichen Lärmschutz investiert.

So wurden bis zu Beginn der 90er Jahre die an der A 12 Inntal vordringlichsten Lärmschutzbauten errichtet. In den darauf folgenden Jahren war die Anzahl der neu errichteten Lärmschutzwände auf Grund der angespannten finanziellen Situation des Bundes rückläufig.

Mit der Übertragung der Autobahnen an die ASFINAG und dem Erlass einer neuen Dienstanweisung (gültig ab 1.1.2000) werden wieder verstärkt Lärmschutzmaßnahmen an der Inntal Autobahn umgesetzt (Lärmschutz Innsbruck-West, Lärmschutz Breitenbach, Lärmschutz Terfens, Lärmschutz Jenbach, Lärmschutz Zirl,...).

Werden auf Autobahnen überwiegend Lärmschutzwände zum Schutz von den Auswirkungen des Verkehrs errichtet, überwiegt auf den hochbelasteten Landesstraßen die Förderung von Lärmschutzfenstern.

Ausgabenübersicht Lärmschutz

Seit Ende der 1970er Jahre wurden in Tirol an Landesstraßen rund 17,5 Mio. für Lärmschutzmaßnahmen aufgewändet. Davon flossen rund 13 Mio. in die Förderung von Lärmschutzfenstern.

Lärmschutz-Grafik
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Projekte

- Lärmschutz Kolsass, B 171 Tiroler Straße (2003)
- Lärmschutz Huben, B 108 Felbertauernstraße (2005)
- Lärmschutz Zirl, B 177 Seefelder Straße (2005)
- Lärmschutz Ried im Oberinntal, B 180 Reschenstraße (2006)
- Lärmschutz Buch bei Jenbach, B 171 Tiroler Straße (2007)
- Lärmschutz Imst, B 189 Mieminger Straße (2007/08)
- Lärmschutz Seefeld/Krinz, B 177 Seefelder Straße (2009)
- Lärmschutz Prutz, B 180 Reschenstraße (2010)
- Lärmschutz Reith, B 177 Seefelder Straße (2011)
- Lärmschutz Bergisel, B 182 Brennerstraße (2012)
- Lärmschutz Medraz, B 183 Stubaitalstraße (2013)
- Lärmschutzwand Wengle, B 179 Fernpassstraße (2014)

Umgebungslärmrichtlinie

Mit der "Richtlinie 2002/49/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm", der Umgebungslärmrichtlinie, hat die Europäische Union einen wichtigen Schritt zu einer umfassenden Regelung von Lärm gesetzt.

Das Bundes-Umgebungslärmschutzgesetz setzt die Umgebungslärmrichtlinie auf Bundesebene in österreichisches Recht um. Ergänzt wird dieses in Tirol durch landesgesetzliche Regelungen im Tiroler Straßengesetz.
Ziel der Umgebungslärmgesetzgebung ist die Erfassung der Lärmbelastung in strategischen Lärmkarten und die Entwicklung von Aktionsplänen zur Vermeidung und Verminderung von Lärm. Ob für eine Straße, eine Bahnstrecke, einen Flughafen oder einen Ballungsraum strategische Lärmkarten zu erstellen sind, hängt vom jeweiligen Verkehrsaufkommen bzw. von der Anzahl der EinwohnerInnen ab.

Ab der strategischen Lärmkartierung im Jahr 2012 sind das Straßen mit mehr als 3 Mio. Kfz-Fahrten/Jahr, Eisenbahnstrecken mit mehr als 30.000 Fahrten/Jahr und alle
Flughäfen sowie Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern. In den Ballungsräumen sind alle Straßen und Eisenbahnstrecken sowie Straßenbahnstrecken und bestimmte größere Industrieanlagen (IPPC-Anlagen) zu erfassen.

Bis Juli 2013 sind auf Basis dieser Lärmkarten von den für die Verkehrsträger zuständigen Behörden  Aktionspläne zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter

 http://www.laerminfo.at

 

Abteilung Verkehr und Straße, Gruppe Bau und Technik
A-6020 Innsbruck, Herrengasse 1-3
++43 (0) 512/508-4041
++43 (0) 512/508-4045
 verkehrundstrasse@tirol.gv.at