Infektionskrankheiten
Bei Verdacht auf eine ansteckende Erkrankung kontaktieren Sie vor Ihrem Besuch telefonisch die Arztpraxis oder das Krankenhaus.
Schütze dich und andere durch:
Information - Prävention - Impfen.
Symptome
Symptome
Was tun bei Symptomen?
Wenn Sie sich krank fühlen oder eine Infektion vermuten, sind Sie hier genau richtig. Folgender Abschnitt liefert Ihnen Informationen zu den häufigsten Symptomen und den richtigen Verhaltensweisen im Alltag.
Überblick von häufigen Symptomen
Symptom | Beispiele |
Fieber | Erhöhte Körpertemperatur, Schüttelfrost |
Husten | Mit oder ohne Schleim |
Magen-Darm-Beschwerden | Übelkeit, Erbrechen, Durchfall |
Allgemein | Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Mattigkeit |
Wann sollten Sie Hilfe holen?
Kontaktieren Sie eine Ärztin / einen Arzt bei:
- hohem, nichtsenkbaren oder anhaltendem Fieber,
- Atembeschwerden,
- schweren Schmerzen,
- Kreislaufproblemen, Kollaps oder
- bei Risikogruppen (alte Menschen, Säuglinge).
Mit allgemeinen Verhaltensregeln schützen Sie sich und andere
- im Krankheitsfall zu Hause bleiben,
- Abstand halten,
- regelmäßiges Händewaschen,
- bei Husten oder Schnupfen in die Armbeuge niesen/husten und
- ggf. FFP2-Maske tragen.
Hinweis: Bei Verdacht auf eine ansteckende Erkrankung kontaktieren Sie vor Ihrem Besuch telefonisch die Arztpraxis oder das Krankenhaus.
Beratung & Kontakt
Beratung & Kontakt
Sie haben Fragen zu Symptomen, Verhalten im Krankheitsfall oder zu Infektionskrankheiten?
Hier finden Sie wichtige Anlaufstellen und Gesundheitsinformationen in Tirol:
- Medizinische Beratung:
Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich an ihre Hausärztin bzw. Hausarzt.
Eine Übersicht des Wochenend- und Feiertagsbereitschaftsdienstes finden Sie unter Wochenend- und Feiertagsbereitschaftsdienst - Ärztekammer Tirol. - Gesundheitsberatung:
Unter der Nummer 1450 erhalten Sie eine professionelle Gesundheitsberatung rund um gesundheitliche Beschwerden und weiteres Vorgehen.
Zusätzliche Informationen finden Sie auch unter Gesundheitsberatung | Leitstelle Tirol oder Herzlich Willkommen bei 1450 Wien! - Landesspezifische Informationen zu Infektionskrankheiten, Schutzmaßnahmen und aktuelle Entwicklungen finden Sie unter Abteilung Öffentliche Gesundheit | Land Tirol.
- Medizinische Notfälle:
Bei akuten gesundheitlichen Notfällen kontaktieren Sie umgehend den Notruf 144.
Meldepflichtige Erkrankungen
Meldepflichtige Erkrankungen
Gewisse Infektionskrankheiten müssen gemäß gesetzlichen Vorgaben an die Gesundheitsbehörde gemeldet werden.
Dadurch sollen Schutzmaßnahmen frühzeitig gesetzt und die Ausbreitung von Krankheiten verhindert werden.
Wer meldet?
Eine Meldung an die Gesundheitsbehörde erfolgt in der Regel über Ärztinnen und Ärzte, Labore oder Krankenhäuser.
Welche Krankheiten sind meldepflichtig?
Es gibt eine Reihe von meldepflichtigen Erkrankungen. Dazu zählen beispielsweise:
- Masern
- Keuchhusten
- Tuberkulose
- Typhus
Eine vollständige Auflistung finden Sie unter Anzeigepflichtige Krankheiten in Österreich (Stand: Mai 2026).
Rechtliche Grundlagen
Die gesetzliche Regelung wird in mehreren Rechtsgrundlagen festgehalten und findet sich im Themengebiet „Fachbereich für medizinisches Personal“ unter Rechtliches.
Verhalten im Krankheitsfall
Verhalten im Krankheitsfall
Falls Sie sich krank fühlen oder Symptome einer Infektionskrankheit haben, helfen einfache Maßnahmen um sich und andere zu schützen und die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden.
Verhaltensmaßnahmen:
- Zuhause bleiben:
Wenn Sie krank sind oder Symptome haben, vermeiden Sie möglichst Kontakt zu anderen (z.B. nicht zur Arbeit oder Schule gehen, größere Menschenansammlungen und Kontakt insbesondere zu Risikogruppen (Säuglinge und alte Menschen) meiden). - Hygienemaßnahmen einhalten:
- Hände regelmäßig waschen,
- in die Armbeuge husten oder niesen,
- benützte Taschentücher sofort entfernen,
- Oberflächen regelmäßig reinigen. - Abstand halten & Maske tragen:
Abstand sollte zu anderen Personen gehalten werden und eine Maske, vor allem in Innenräumen oder bei engem Körperkontakt, getragen werden. - Telefonische Vorankündigung:
Wenn Sie wegen einer möglichen Infektionskrankheit ärztliche Hilfe benötigen, informieren Sie die Arztpraxis oder das Krankenhaus vor Ihrem Besuch telefonisch. So können notwendige Schutzmaßnahmen vorbereitet werden.
Kontaktieren Sie eine Ärztin oder einen Arzt bei:
- hohem Fieber,
- Atembeschwerden,
- starken Schmerzen,
- zunehmender Verschlechterung,
- Symptomen bei Risikogruppen (alte Menschen und Säuglinge).
Schutzmaßnahmen
Schutzmaßnahmen
Sie können sich und andere durch einfache Maßnahmen schützen. Vor allem bei Krankheitssymptomen oder in Zeiten von erhöhtem Infektionsgeschehen helfen allgemeine Verhaltensweisen die Krankheitsweiterverbreitung zu unterdrücken.
Wichtigste Maßnahmen
Regelmäßiges Händewaschen reduziert die Übertragung von Krankheitserregern:
- Wasser und Seife verwenden,
- mindestens 20-30 Sekunden,
- vor allem nach dem Husten und Niesen.
- Schütze dich …
- Husten und Niesen:
Sollte in die Armbeuge oder in ein Taschentuch erfolgen. - Abstand halten:
Meiden Sie engen Körperkontakt zu erkrankten Personen. - Kontakte meiden:
Beim Auftreten von Symptomen oder Krankheitsgefühl bleiben Sie vorzugsweise zu Hause und vermeiden Sie persönlichen Kontakt zu anderen Personen. - Maske tragen:
In bestimmten Situationen (Menschenansammlung, beim Arzt, in öffentlichen Verkehrsmitteln) kann das Tragen einer Maske dazu beitragen, andere Personen zu schützen.
Anleitung FFP2-Maske
Schutzmaßnahmen im täglichen Leben
- Regelmäßiges Lüften
- Menschenansammlungen meiden
- Auf Symptome achten
- Rücksicht auf andere nehmen
Wann sollten Sie besonders vorsichtig sein?
- bei Krankheitssymptomen,
- in Innenräumen,
- in Gesundheitseinrichtungen,
- in Gegenwart von Säuglingen oder älteren Personen,
- bei engem Körperkontakt.
Häufige Infektionskrankheiten
Häufige Infektionskrankheiten
- Wichtiger Hinweis:
Wenn Sie Symptome einer ansteckenden Erkrankung haben oder der Verdacht auf eine übertragbare Krankheit besteht, informieren Sie die Arztpraxis oder das Krankenhaus vor Ihrem Besuch telefonisch. So können notwendige Schutzmaßnahmen vorbereitet und andere Personen geschützt werden.
Atemwegsinfektionen
Magen-Darm-Infektionen
Sexuelle übertragbare Infektionen
durch Impfung vermeidbare Infektionen
Atemwegsinfektionen
Zur Kategorie Atemwegsinfektionen zählen eine Reihe von Erregern, welche meist ähnliche Symptome hervorrufen können. Hier werden exemplarisch einige aufgelistet.
ARI - Akute Respiratorische Erkrankungen:
Diese werden als akute respiratorische Erkrankungen zusammengefasst und überwacht. Informationen finden Sie unter:
ARI - Akute Respiratorische Erkrankungen | Land Tirol
Covid-19:
Hierbei handelt es sich um eine virale Atemwegserkrankung mit unterschiedlichen Verlaufsformen.
Typische Symptome sind:
- Fieber
- Husten
- Müdigkeit
Mehr zu Covid-19: Coronavirus COVID-19 Unterlagen und Informationen | Land Tirol
Weitere nützliche Informationen finden Sie unter:
Influenza („Echte Grippe“):
Die „echte Grippe“ wird durch eine Virusinfektion ausgelöst und ist charakterisiert durch ein plötzlich, auftretendes Krankheitsgefühl.
Typische Symptome sind:
- Hohes Fieber
- Gliederschmerzen
- Husten
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Keuchhusten (Pertussis):
Dies ist eine bakterielle Infektionskrankheit mit klassischerweise langanhaltendem Husten.
Typische Symptome sind:
- Starke Hustenanfälle bis hin zum Erbrechen
- Atembeschwerden
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
- Information der Abteilung Öffentliche Gesundheit zu Keuchhusten (Pertussis)
- Information der Abteilung Öffentliche Gesundheit zu Impfungen gegen Keuchhusten (Pertussis) in der Schwangerschaft
- Keuchhusten (Pertussis) / Sozialministerium
Legionellen (Legionärskrankheit):
Es handelt sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem die Atemwege und Lunge betreffen. Die Ansteckung erfolgt, anders wie bei den meisten anderen Atemwegsinfektionen, über sich in Wassertropfen befindliche Erreger.
Typische Symptome sind:
- Fieber
- Husten
- Atembeschwerden
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
- Nationale Referenzzentrale für Legionellose - AGES / Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
- Merkblatt zur Legionellenproblematik
- Fragebogen (AGES)
- Legionärskrankheit (Legionellose) / Sozialministerium
Tuberkulose:
Bakterielle Infektionskrankheit, die meist die Lunge betrifft und sich langsam entwickeln kann.
Typische Symptome sind:
- anhaltender Husten (oft über Wochen)
- Fieber
- Nachtschweiß
- Gewichtsverlust
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
- Tuberkulose | Land Tirol
- Tuberkulose (TBC)/ Sozialministerium
Magen-Darm-Infektionen
Clostridium difficile:
Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Darmerkrankung, welche bevorzugt nach einer Antibiotikatherapie auftritt.
Typische Symptome sind:
- Durchfall
- Bauchschmerzen
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
- Clostridium-difficile-Infektionen (CDI) (C. difficile-assoziierte Erkrankung, CDAD)/ Sozialministerium
- Informationsblatt
Norovirus:
Ist eine hochansteckende Virusinfektion des Magen-Darm-Trakts.
Typische Symptome sind:
- Durchfall
- Erbrechen
- Übelkeit
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
- Norovirus-Infektion / Sozialministerium
Sexuell übertragbare Erkrankungen
Infektionen können beim sexuellen Kontakt übertragen werden. Informationen zu Schutz, Symptomen und Beratung finden Sie hier.
Chlamydien:
Dies ist eine häufige bakterielle Infektion, die zum Teil ohne Beschwerden verläuft.
Falls Symptome auftreten können diese:
- Brennen beim Wasserlassen,
- Ausfluss,
- Unterbauchschmerzen sein.
Gonorrhoe (Tripper):
Ist eine bakterielle Erkrankung, welche unterschiedliche Beschwerden hervorrufen kann.
Typische Symptome sind:
- Schmerzen beim Wasserlassen
- Ausfluss
- Beschwerden im Genitalbereich
Human Immunodeficiency Virus (HIV):
Ist eine sexuell übertragbare Virusinfektion, welche insbesondere das Immunsystem betrifft.
Typische Symptome sind:
- grippeähnliche Beschwerden
- Fieber
- geschwollene Lymphknoten
Mpox (Affenpocken):
Virale Infektionskrankheit mit Hautausschlag und grippeähnlichen Beschwerden.
Typische Symptome sind:
- Fieber
- Geschwollene Lymphknoten
- Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen
- Hautausschlag mit Bläschen oder Pusteln
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Syphilis:
Eine bakterielle Infektion mit unterschiedlichen Krankheitsstadien.
Typische Symptome sind:
- schmerzlose Hautveränderungen
- Hautausschlag
- grippeähnliche Beschwerden
Weitere Informationen zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen und Beratungsmöglichkeiten finden Sie unter:
- Sexuell Übertragbare Infektionen (Geschlechtskrankheiten) / Sozialministerium,
- Lass dich beraten / Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),
- RIS - Geschlechtskrankheitengesetz - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 21.05.2026
- Informationsbroschüren für Personen, die sexuelle Dienstleistungen anbieten, stehen in neun Sprachen im Broschürenservice des Gesundheitsministeriums zum Download (Suchmaske „Sexwork“) bereit: Broschürenservice
Durch Impfungen vermeidbare Infektionen
Folgende Krankheiten können beispielsweise durch Impfungen verhindert werden.
Diphtherie:
Bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem den Rachen und die Atemwege betreffen kann.
Typische Symptome sind:
- Halsschmerzen
- Schluckbeschwerden
- Fieber
- Beläge im Rachen
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
- Diphtherie | Land Tirol
- Diphtherie/ Sozialministerium
Masern:
Hoch ansteckende Viruserkrankung mit typischem Hautausschlag.
Weiter typische Symptome sind:
- Fieber
- Husten und Schnupfen
- Rote Augen (Bindehautentzündung)
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
- Maserneliminationsprogramm | Land Tirol
- Masern / Sozialministerium
Mumps:
Ist eine Virusinfektion, welche insbesondere Speicheldrüsen im Kopf- und Halsbereich betrifft.
Typische Symptome sind:
- Geschwollene Speicheldrüsen
- Fieber
- Gliederschmerzen
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
- Mumps/ Sozialministerium
Röteln:
Virale Infektionskrankheit, die meist mild verläuft.
Typische Symptome sind:
- leichter Hautausschlag
- leichtes Fieber
- geschwollene Lymphknoten
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
- Röteln/ Sozialministerium
Diese und noch weitere Erkrankungen können durch Impfungen verhindert werden. Informationen zu Schutzimpfungen in Tirol finden Sie unter:
Weiterführende Information “Alles rund ums Impfen” finden Sie auch unter:
- Impfen / Sozialministerium
Eine vollständige und laufend aktualisierte Liste aller meldepflichtigen Erkrankungen und weiterer Infektionskrankheiten finden unter:
- Übertragbare Krankheiten des Sozialministeriums,
- Krankheitserreger von A bis Z - AGES der Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH und
- RKI - Startseite des Robert-Koch-Instituts.
Fachbereich für medizinisches Personal
Fachbereich für medizinisches Personal
Dieser Bereich enthält Informationen zu:
rechtlichen Grundlagen,
Meldepflichten und
Formulare im Bereich Infektionskrankheiten Tirol.
Rechtliche Grundlagen
Meldepflichtige Erkrankungen sind in mehreren Gesetzen geregelt. Hierzu zählen:
- Epidemiegesetz
RIS - Epidemiegesetz 1950 - Tuberkulosegesetz
RIS - Tuberkulosegesetz - Geschlechtskrankheitengesetz
RIS - Geschlechtskrankheitengesetz
RIS - Gesundheitliche Vorkehrungen für Personen, die sexuelle Dienstleistungen erbringen - Zoonosengesetz
RIS - Zoonosengesetz
Meldepflichtige Erkrankungen
Bestimmte Infektionskrankheiten unterliegen in Österreich einer gesetzlichen Meldepflicht. Diese dient der frühzeitigen Erkennung und Eindämmung übertragbarer Krankheiten.
Unter Meldepflicht versteht man, dass gewisse Personen (Ärztinnen und Ärzte) oder Einrichtungen (Labore und Krankenanstalten) den Verdacht, die (der) Erkrankung und/oder den Tod an einer bestimmten Infektionskrankheit an die Gesundheitsbehörde melden müssen.
Die Meldung erfolgt an die Bezirksverwaltungsbehörde über das elektronische Meldesystem (EMS). Von dort können die Daten an nationale Schnittstellen weitergeleitet werden.
Welche Erkrankungen gemeldet werden müssen finden Sie unter:
Anzeigepflichtige Krankheiten in Österreich (Stand: Mai 2026) und
Rechtliche Grundlagen und Meldung übertragbarer Krankheiten / BMSGPK
Anmerkung: Die Meldepflicht kann je nach Krankheit unterschiedlichen Fristen und Anforderungen unterliegen.
Formulare und Downloads
- Anzeigen durch Labore:
Dies erfolgt elektronisch entweder durch Eingabe in der Web- Eingabemaske oder durch Anbindung in das epidemiologische Meldesystem (EMS) mittels Schnittstelle - Anzeige durch Ärzte oder Krankenhäuser:
Die Meldung erfolgt schriftlich oder elektronisch.
Anlage I: Meldeformular
Schlussanzeige: Meldeformular für Ärztinnen/Ärzte und Krankenanstalten
Tuberkulose-Meldeformular ausfüllbar (PDF) - Poliomeyelitis
AFP-Meldeformular 1
AFP-Meldeformular 2-1
AFP-Meldeformular 2-2
AFP-Meldeformular 3 - Weitere nützliche Informationen finden Sie unter
Übertragbare Krankheiten / Sozialministerium.
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